Rafting

Die perfekte Mischung aus erfrischender Entspannung und sportlicher Aktivität: Rafting bzw. Weisswasser Rafting freut sich in der Schweiz grosser Popularität.

Auf dem Rhein die idyllischen Landschaften der Alpen durchqueren zu können und dabei die schönsten Aussichten auf die wilde und unberührte Natur zu erhalten machen die Schweiz zu einem der Hotspots für den beliebten Wassersport.

Nicht umsonst wird Rafting auch als Wildwasserfahren bezeichnet, denn eine Portion wilder Wellen garantieren einen Extra-Adrenalinkick auf jeder Rafting Tour.

Für wen eignet sich Rafting?

Rafting eignet sich für jeden, der auf den wilden Wellen der Schweizer Flüsse hinunter reiten will und dabei den Blick auf die wunderschöne Umgebung geniessen möchte. Rafting ist eine sportliche Aktivität, die von Kindern und Erwachsenen durchgeführt werden kann. Das minimal erforderliche Alter hängt von Fluss und Tour ab und variiert je nach Schwierigkeitsgrad und Verhältnissen zwischen 6 bis 14 Jahren.

Die jeweiligen Spots bieten zumeist verschiedene Schwierigkeitslevel an. Dies garantiert, dass die Rafting-Tour den Erfahrungen der Teilnehmer entsprechen. 

Kann ich an einer Rafting Tour ohne Schwimmkenntnisse teilnehmen?

Es ist nicht nötig, schwimmen zu können. Dennoch gibt es Angebote, die das voraussetzen, da sie schwierigere Wasserverhältnisse oder Stromschnellen beinhalten. Rafting Lütschine beispielsweise bietet Rafting-Touren der Klasse IV und höher an, die nur für gute Schwimmer geeignet sind.

River Rafting Lütschine Outdoor Interlaken
Rafting Lütschine Outdoor Interlaken

Auf jeder Rafting-Tour in der Schweiz gilt jedoch eine Westenpflicht. Wichtig ist auf jeden Fall, den Tourführer über Schwimmfähigkeiten und allfällige gesundheitliche Probleme (Rücken, Hals, Gelenke, Muskeln) zu informieren, damit der Ausflug und die Sicherheitsvorkehrungen gegebenenfalls angepasst werden können. Jeder, der die Vorgaben für Alter, Gewicht und Gesundheit erfüllt, kann dieses aufregende Erlebnis durch die Schweizer Natur also bestreiten. 

Ist Rafting in der Schweiz sicher?

Rafting gehört statistisch gesehen zu den sichersten Sportarten, denn sogar beim Freizeitschwimmen geschehen mehr Unfälle als beim Wildwasserfahren. Wenn Du Dich für einen seriösen und zertifizierten Anbieter entscheidest und die Sicherheitsvorschriften, die Dir zu Beginn gezeigt und erklärt werden, einhältst, ist Rafting ein sicheres und atemberaubendes Abenteuer.

Safety Instructions River Rafting Outdoor Interlaken
Safety Instructions River Rafting Outdoor Interlaken

Die verschiedensten Organisationen, wie beispielsweise Safety in Adventures und Swiss Lifesaving Society (SLRG) kontrollieren und standardisieren die Sicherheitsstandards der Anbieter regelmässig. Die Sicherheitszertifizierung des Anbieters kann durch das blaue “S”, welches für die Zertifizierung durch SGS und SQS steht, überprüft werden. Zudem sollte der Anbieter Partner der Rega sein.

 

Wie funktioniert Rafting?

In einem sogenannten Raft, einem relativ grossen, sehr stabilen Schlauchboot, befährst Du wilde Flüsse und durchquerst Stromschnellen. Ein Raft kann zwischen 3.6 und 5.8 Metern lang sein, zwei bis zwölf Personen befördern und es besteht aus sehr robustem Gummi-Gewebe. 

Zu Beginn jeder Tour lernst Du Deine Begleiter und Tourführer kennen. Diese erklären Dir einerseits die Sicherheitshinweise, die Du zum sicheren Wildwasserfahren wissen musst, und andererseits Techniken zum Halten des Paddels, zum Steuern und Verhalten im Boot. Zudem helfen sie Dir, die richtige Ausrüstung und Kleidung für Dein Abenteuer zu finden und anzuziehen. Nach den Instruktionen und bestimmten Übungen geht es in Begleitung deines Tourguides ins Boot und auf den Fluss.

 

Was passiert, wenn ich aus dem Boot falle?

Das Sicherheitstraining, dass Du vor jeder Tour durchläufst, wappnet Dich sehr gut für diesen Fall. Dir stehen mehrere Optionen zur Verfügung, falls Du wirklich aus dem Raft fallen solltest.

Zum einen sollte Ruhe bewahrt werden. Du solltest zunächst versuchen, das Sicherheitsseil, das an jedem Raft an der Aussenseite hängt, zu packen und so mit Hilfe des Guides wieder in das Boot zu steigen. Falls das nicht möglich ist, strecke Deine Beine, lehn Dich auf den Rücken und lass Dich von der Weste und dem Fluss treiben. 

Versuche nicht, aufzustehen oder zu schwimmen. Es besteht aufgrund der Weste keine Gefahr, unterzugehen. Einer der Guides auf dem Wasser hat so die Möglichkeit, Dich aus dem Wasser zu ziehen.

Natürlich besteht eine minimale Chance, sich beim Rafting zu verletzen. Statistisch gesehen verletzt sich jedoch lediglich auf 2.1 Fahrten von 100’000 Fahrten jemand. Die Sicherheitsvorkehrungen sind sehr hoch, daher ist ein Rafting Abenteuer für die grosse Mehrheit der Teilnehmer ein unvergessliches und sicheres Erlebnis!   

 

Wie teuer ist Rafting in der Schweiz?

Der Preis hängt meist von der Route, dem Fluss und dem Schwierigkeitsgrad ab. Generell kann eine Rafting Tour zwischen 50 und 300 CHF kosten.

 

Wo kann ich in der Schweiz Raften?

Es gibt fünf Rafting Hotspots in der Schweiz. Der populärste Ort für den Wassersport ist Interlaken, der für windige Stromschnellen und wilde Wasserbahnen bekannt ist.

Durch die atemberaubende Natur des Vorderrheintals führt Dich die Route von Ilanz. Auf dieser Strecke wechseln sich schnelle Ströme mit ruhigen Wasserspiegeln ab, während Du die Faszination des “Swiss Grand Canyon” miterleben kannst.

Swiss Grand Canyon Flims Drohne
Swiss Grand Canyon, Flims

In Basel erwarten Dich neben Wildwasser auch eher ruhige und gemächliche Rafting-Routen, die sich aber allemal lohnen. Hier treibst Du an versteckten Kiesstränden und naturbelassenen Ufern vorbei.

Mit der Familie unterwegs eignet sich eine Rafting Tour ab Scuol im Engadin ganz besonders. Auf der Inn, dem durch das Engadiner Tal fliessenden Fluss, erwarten Dich allerlei verschiedene Touren.

Für Adrenalinjunkies stellt die Vispa, ein Fluss im wunderschönen Schweizerischen Kanton Wallis, die perfekte Gelegenheit dar, schnelle Ströme und abenteuerliche Schnellen zu durchqueren.     

Rafting ist im Vergleich zu anderen Sportarten relativ jung. Die Anfänge finden sich in den USA, genauer in Colorado, und in der UdSSR um das Jahr 1950. In der Schweiz gewann der Sport erst später an Beliebtheit, wo er 1980 schliesslich eingeführt wurde.

Aufgrund der wachsenden Popularität wurden zehn Jahre später im Rahmen von Jugend & Sport (Schweizer Sportförderprogramm für Kinder und Jugendliche) Ausbildungsprogramme für Rafting-Guides und dazugehörige Richtlinien lanciert. 

Die Sportart wurde somit professionalisiert und kommerzielle Unternehmen begannen sich zu formieren. Schliesslich mündeten die Bemühungen um das Wildwasserfahren in der Gründung einer weltweiten Dachorganisation, welche zudem ein von allen anerkanntes Zertifizierungssystem für Rafting-Guides erschuf.

Auch in der Schweiz wird von da an fortlaufend an der Professionalisierung des Wassersports gearbeitet, was das Aufstellen von Richtlinien, das Gründen neuer Organisationen und das Einführen neuer Qualitätslabels beinhaltet.

Die Schweiz gilt als Paradies für Rafting-Begeisterte und die Sportart erfreut sich mittlerweile besonders als Freizeitsport grosser Popularität.