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Fallschirmspringen

Fallschirmspringen in der Schweiz gehört zu den beliebtesten Outdoor-Aktivitäten in der Schweiz. Das überrascht nicht springst Du hoch über den Schweizer Alpen aus dem Helikopter oder Flugzeug. 

Die einzigartigen Bergpanorama kombiniert mit einem grossen Adrenalinkick wird jeden Sprung unvergesslich machen. Hotspots für Fallschirmspringen ist in Interlaken, Reichenbach, Luzern, Zürich und Lugano.

Die Schweiz ist für Fallschirmsprünge das ganze Jahr über gut geeignet. Der Absprung erfolgt in aller Regel aus 4.000 Metern Höhe und schon beim Anflug hast du eine tolle Sicht auf die Landschaft und das Alpenmassiv.

Insgesamt solltest du einen halben Tag einplanen. Der freie Fall dauert etwa 45 bis 50 Sekunden. Dabei erreicht ihr eine Geschwindigkeit um die 200 km/h. Dann wird der Fallschirm geöffnet und nach etwa sechs Minuten Schirmflug landest du sicher auf dem Boden.

Oft können zusätzliche Passagierplätze im Flugzeug (ohne Sprung) dazu gebucht werden und auch am Boden sind Zuschauer willkommen. Neben Tandemsprüngen werden auch Erstabsprünge als Schnupperkurs und AFF (Accelerated Free Fall)-Schulungen in mehreren Stufen angeboten.

Was Du bei einem Fallschirmsprung im Berner Oberland vor der Eigernordwand erwarten kannst:

Wie entstand Skydiving in der Schweiz?

Die erste Idee kam von Leonardo da Vinci, aber es blieb zunächst bei der Idee. Der erste Fallschirmsprung erfolgte dann im 18. Jahrhundert in Frankreich, aber erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs entwickelte sich das Fallschirmspringen als Sportart weiter. Vorab war es in der Schweiz ausschließlich als militärisches Transportmittel der Fallschirm-Aufklärer üblich. Das Skydiving bezeichnet mittlerweile ein sportliches Fallschirmspringen, das als Luftsportart durchgeführt wird.

 

Für wen eignet sich Fallschirmspringen

Grundsätzlich kann Jeder ab mindestens acht Jahren Alter am Tandemspringen teilnehmen. Manchmal sind Sprünge erst ab 16 Jahren erlaubt. Eine schriftliche Einwilligung aller Erziehungsberechtigten ist allerdings für Minderjährige unter 18 Jahren immer ein Muss.

Jeder Springer sollte normal körperlich fit sein und darf mit Kleidung nicht mehr als einhundert Kilogramm wiegen. Mit dem Rücken, den Schultern oder dem Nacken darfst du keine Probleme haben und wegen des Druckausgleichs müssen auch die Ohren gesund sein. Kontaktlinsen sind kein Problem.

Tandemmaster sind besonders ausgebildete Fallschirmspringer, die eine Lizenz erworben haben, um mit Passagieren springen zu dürfen. Du musst nichts weiter tun, als dich an die Anweisungen deines Tandemmasters zu halten. Um alle anderen Belange und insbesondere um deine Sicherheit kümmert er sich.

 

Sicherheit beim Fallschirmspringen

Sicherheit ist beim Fallschirmspringen das Allerwichtigste. Daher bekommst du am Boden eine kurze Ausbildung über die wichtigsten Dinge, die dich erwarten und die du beachten musst. Dazu gehören der Ablauf des Sprunges und das Einüben der richtigen Körperhaltung.

Du lernst, welches die richtige Haltung während des Freifalles ist und wie du dich während der Landung mit dem Schirm bewegen und verhalten sollst. So werden Unfälle während der Landung weitestgehend vermieden. Während des Sprunges steckst in einem Jumpsuit (einteilig) und bist über Gurte, Ösen und Haken fest mit dem Tandemmaster verbunden.

Diese Haken verbinden die Gurte sowohl an den Schultern als auch in der Hüftgegend. Der Fallschirm ist beim Tandemspringen mit einer Öffnungsautomatik ausgestattet. So öffnet er sich auch dann, wenn der Tandemmaster dies aus irgendeinem Grund nicht tun kann. Dabei werden ständig Fallgeschwindigkeit und Höhe der Springer gemessen. Sobald die Sinkgeschwindigkeit in einer definierten Höhe (meist 225 Meter über Grund) einen vorgegebenen Wert übersteigt, wird die Reserve ausgelöst.

Schon gleich nach dem Absprung wird ein kleiner Bremsschirm geöffnet, der das Tandemteam etwas ausbremst und den Flug stabilisiert. Dieser Bremsschirm wird auch Drogue genannt. Auch für Einzelsprünge empfiehlt es sich, die Öffnungsautomatik als Sicherheit anzuwenden. Bei einem Ausfall oder Verheddern des Hauptschirmes stellt der Reserveschirm eine besondere Sicherheit dar. Er wird sogar noch strenger und ebenso regelmäßig vor jedem Sprung kontrolliert.

Der Ausfall beider Fallschirme ist sehr unwahrscheinlich. Um das Öffnen des Reserveschirms beim Abschneiden des Hautschirms zu erleichtern, gibt es eine RSL (Reserve Static Line), die die Öffnungsleine des Reservefallschirmcontainers mit einem Haupttragegurt des Hauptschirms verbindet.

Sobald der Tandemmaster den Hauptschirm abtrennt, wird durch dessen Wegfliegen ein Verschluss-PIN am Reservecontainer geöffnet. Unter dem Druck einer starken Feder springt der Reserveschirm heraus und öffnet sich. Damit wird die Zeitspanne bis zur Funktionsfähigkeit des Reserveschirms ganz wesentlich verkürzt. Das Tandem-Fallschirmspringen zählt zu den sicheren Sportarten.