Das Wetter in der Schweiz

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Obwohl die Schweiz nur eine Fläche von 41.285 km² aufweist, treffen hier so viele verschiedene klimatische Bedingungen aufeinander, wie sonst in kaum einem Land in Europa. Der Grund für das abwechslungsreiche Klima in der Schweiz liegt in den vielfältigen topographischen Gegebenheiten und abwechslungsreichen naturräumlichen Gliederungen. Das heißt, das Wetter in der Schweiz kann an einem Tag in verschiedenen Regionen vollkommen unterschiedlich sein. Die Gebirgszüge der Alpen bilden eine mächtige Klima- und Wetterscheide mit weiteren inneralpinen Wettereffekten. Während die Alpensüdseite mit dem Kanton Tessin (außer den Regionen im Gotthardmassiv), den Bündner Tälern, dem Münstertal sowie dem oberen Bereich der Val Divredo im Kanton Wallis in Klima und Vegetation warm mediterran geprägt ist, herrscht in den übrigen Kantonen der Alpennordseite kontinental-gemäßigtes Klima.

Auch die Temperaturen in der Schweiz variieren je nach Höhenlage und Aufenthaltsort. Es lohnt sich also, jeden Tag die Wettervorhersagen der jeweiligen Region und die Live-Webcams in der Schweiz zu befragen. Aktuelle Quellen für das Wetter in der Schweiz sind MeteoSchweiz (Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie), der SRF Meteo (Wetterdienst von Schweizer Radio und Fernsehen), MeteoNews (ein privater Wetterdienst mit Sitz in Zürich) und Meteomedia (ein vom Schweizer Moderator und Journalisten Jörg Kachelmann gegründetes Wetterdienst-Unternehmen).

Wo in der Schweiz regnet es am häufigsten und wo sind die sonnigsten Orte?

Der niederschlagreichste Ort in der Schweiz liegt in der Ostschweiz und ist der 2.502 Meter hohe Säntis, der die Grenze zu den Kantonen Appenzell-Ausserrhoden, Appenzell-Innerrhoden und St. Gallen bildet. Durchschnittlich fallen hier in den Appenzeller Alpen 2.837 Milliliter Regen im Jahr – im Winter meistens in Form von Schnee, also kein Wunder, dass am Säntis mit 816 Zentimetern im Jahr 1999 auch die bis jetzt dickste Schneedecke in der Schweiz gemessen wurde. Trotzdem ist der Säntis nicht der kälteste Ort in der Schweiz, sondern das Jungfraujoch, wo die Temperaturen im Winter durchschnittlich −7,2 °C betragen. In den Regionen von Genf, Basel und im Südtessin schneit es hingegen so gut wie nie. Trockenster Schweizer Ort ist das Vispertal, ein Seitental des Rhonetals, das jährlich durchschnittlich nur 545 Milliliter Regen verzeichnet. Überhaupt liegen die inneralpinen Täler im Regenschatten der Alpen und weisen die wenigsten jährlichen Regentage auf. Zu den wärmsten Orten und sonnigsten Orten in der Schweiz zählen Lugano und Locarno-Monti im Kanton Tessin mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 12,4 °C und etwa 2.181 Sonnenstunden im Jahr. Überhaupt ist der Kanton Tessin in der Südschweiz mit dem Lago Maggiore das sonnenreichste Gebiet in der Schweiz. Im Sommer können im Tessin Spitzenwerte von bis zu 39 °C vorkommen. Obwohl das Tal Engadin geografisch auch zur Südschweiz zählt, ist das Klima in der Schweiz dort meistens um fast 10 °C kälter, als in Lugano und Locarno-Monti. Der Grund ist die Höhenlage des Tals, das mit 1.800 Höhenmetern zu den höchstgelegenen besiedelten Tälern Europas zählt.

Grundsätzlich sind die Temperaturen in der Schweiz in der Region Basel, im Rhonetal und im Rheintal das ganze Jahr über am mildesten. In den Schweizer Städten Zürich, Basel, Luzern und Bern zählen 27 °C im Sommer bereits zu den Höchstwerten und im Winter fallen die Temperaturen kaum unter Null Grad. Auch der Nebel gehört zum Wetter in der Schweiz und ist regional unterschiedlich ausgeprägt. Vor allem entlang der Aare, an der nördlichen Reuss und im Thurgau ist Nebel im Herbst, im Winter und im frühen Frühjahr nicht selten. Die Nebelhäufigkeit ist jedoch in den letzten Jahren bedingt durch die Klimaveränderungen deutlich zurückgegangen. Wenn du wirklich weiße Weihnachten in der Schweiz mit einer traumhaften Schneepracht erleben möchtest, bist du natürlich in den Schweizer Alpen und im Schweizer Jura-Gebirge richtig. Du hast die Wahl zwischen unzähligen Skigebieten in der Schweiz, die zu den weltbesten gehören und jedes Jahr zusätzlich mit Schneesicherheit punkten. In den tieferen Lagen und im Schweizer Mittelland ist Schnee an Weihnachten hingegen eher selten geworden.

Vorsicht in den Bergen!

Das Wetter in der Schweiz kann sich in den Bergen innerhalb weniger Minuten ändern. Es ist deshalb ratsam, immer auch für Schlechtwetter ausgerüstet zu sein und bei drohendem Gewitter sofort eine Bergstation oder Berghütte aufzusuchen. In den letzten Jahren hat sich in allen Bergregionen Europas durch den Klimawandel gezeigt, dass das Wetter auf lange Sicht immer schwieriger zu kalkulieren ist. Vor allem das Wetter in der Schweiz im Winter gestaltet sich in den Bergen äußerst wechselhaft. Kalt- und Warmphasen wechseln sich fast täglich ab, das gleiche gilt für Regen, Schnee und Sonne. Auch extreme sommerliche Hitzeperioden sind in den Schweizer Bergen keine Seltenheit mehr. Überhaupt solltest du bei einem geplanten Ausflug in die Berge sowohl im Sommer als auch im Winter immer eine Sonnencreme verwenden, denn die Höhensonne ist nicht zu unterschätzen. Oft laufen Wanderer und Kletterer Gefahr, dass sie trotz prognostiziertem Schlechtwetter ihre geplanten Touren in den Schweizer Bergen unbedingt durchführen möchten, denn schließlich ist die Urlaubszeit knapp und wer weiß, wann man wieder die Gelegenheit bekommt das mächtige Jungfraujoch, das majestätische Matterhorn oder die Berner Alpen zu erobern. Plötzliche Wetterumschwünge in den Bergen führen deshalb immer wieder zu Todesfällen.

Auch Aktivitäten wie Canyoning und Paragliden solltest du bei drohendem Schlechtwetter unterlassen oder sofort abbrechen. Das gleiche gilt, wenn ein Gewitter über einem Schweizer See aufzieht: Sofort das Wasser verlassen, denn das wirkt bekanntlich sehr anziehend auf Blitze. Die Bergrettungen in der Schweiz können wahrscheinlich ein Lied davon singen, was passiert, wenn leidenschaftliche Alpinisten unbedingt auch bei miserablem Wetter in die Berge möchten. Und das, obwohl es auch bei schlechtem Wetter in der Schweiz genügend Aktivitätsmöglichkeiten abseits der Bergwelt gibt. Du solltest also von einer Bergtour unbedingt absehen, auch wenn nur „zwischendurch“ Gewitter angesagt sind. Man ist den Unwettern nämlich in den Bergen wirklich um einiges näher, als im Tal, und es kommt nicht so selten vor, dass Bergsteiger sogar vom Blitz getroffen werden. Eine verlässliche Hilfe, die es ermöglicht, sich über die aktuell herrschenden Wetterverhältnisse in den Schweizer Alpen zu informieren, sind die Live-Webcams, die in allen Bergregionen der Schweiz installiert wurden und unbedingt vor einer Bergtour zu Rate gezogen werden sollten. Im Winter ist es außerdem absolut notwendig, dass du dich an die Beschilderungen und Warnhinweise in den Schweizer Skigebieten hältst, um lebensgefährliche Lawinenabgänge sowie Abstürze in unpräpariertem Gelände oder in Eisspalten vermeidest.

Eisheilige, Altweibersommer und sonstige Eigenheiten des Schweizer Wetters

Wie in jedem Land der Erde gibt es auch beim Klima in der Schweiz traditionelle Naturphänomene, die jedes Jahr auftreten. Ein Beispiel sind die sogenannten Eisheiligen bzw. Eismänner. Das sind in jahrhundertealten Bauernkalendern überlieferte Frosteinfälle im Frühjahr, welche auf die Gedenktage der Heiligen zwischen dem 11. und 15. Mai fallen. Zu ihnen zählen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia (die kalte Sophie). Nach diesen Tagen wird das Wetter in der Schweiz stabil und die Bauern können ihre Saat ausbringen, ohne dass sie Angst vor Bodenfrost haben müssten. Mehr oder weniger regelmäßig wird im Juni ein empfindlicher Temperaturrückgang gemessen, der als Schafskälte in den Volksmund eingegangen ist. Diese Kaltlufteinbrüche bringen in der Schweiz oft Schnee bis unter die Passlagen.

Fast jedes Jahr meldet das beliebte Schweizer Skigebiet Arosa im Kanton Graubünden, das auf 1.700 Metern Höhe liegt, im Juni Neuschnee. Die immer wiederkehrende Schönwetterphase in der Schweiz im Herbst wird als Altweibersommer bezeichnet. In den bergigen Hochlagen erlebst du die milden Temperaturen in der Schweiz des Altweibersommers am besten, die bis in den Oktober hinein dauern können und ideale Bedingungen zum Wandern, Klettern und Paragliding bieten. In Davos, ebenfalls im Kanton Graubünden, gibt es über dieses Wetterphänomen in der Schweiz bereits jahrhundertealte Aufzeichnungen. Dort erreicht die Sonnenscheindauer jährlich während der Periode des Altweibersommers 80%. An beiden Seiten des Alpenhauptkamms treten von Frühjahr bis Herbst regelmäßig milde Fön-Winde auf, im Winter ist es der kalte, trockene Biswind, von denen die Alpensüdseite meistens verschont bleibt. Am ausgeprägtesten sind diese milden Fallwinde in den Nord-Süd ausgerichteten Tälern, wie dem Rheintal und dem Rhonetal.

Wann ist die beste Reisezeit in die Schweiz?

Die beste Reisezeit in die Schweiz ist davon abhängig, welche Aktivitäten du in der Schweiz geplant hast. Ideale Bedingungen für ausgiebige Badetage und verschiedene Wassersportaktivitäten an den Schweizer Seen bittet das Wetter in der Schweiz von Anfang Juni bis Ende August. In der Ferienregion Luzern-Vierwaldstättersee ist das Klima dank dem Schutz der umliegenden Berge im Sommer ähnlich warm wie im Kanton Tessin, deshalb wachsen hier sogar mediterrane Pflanzen wie Zypressen, Feigen und Palmen. Die Tagestemperaturen können schon mal auf 30 °C klettern. An anderen Schweizer Seen, wie dem Neuenburger See am Südfuß des Jura-Gebirges, am Thunersee und am Brienzersee in der Ferienregion Berner Oberland sowie am Genfersee an der westlichen Grenze zwischen Schweiz und Frankreich, gehört der Juli zu den heißesten Monaten mit durchschnittlichen Temperaturen von 26 °C. Aber das sommerliche Wetter in der Schweiz eignet sich auch für einen Outdoor Aktivurlaub abseits der Schweizer Seen, wenn du die bergigen Höhenlagen aufsuchst.

Je 100 Höhenmeter fällt die Temperatur um 0,50 bis 0,65 °C. Die beliebtesten Monate zum Wandern in der Schweiz liegen jedoch noch immer im Frühjahr und Herbst, also April/Mai sowie September/Oktober. Im Frühjahr erstrahlen die Wiesen und Wälder in frischem, satten Grün, während der Herbst ein buntes Farbenkleid auf die Landschaft zaubert und die Ernte eingebracht wird. Ein ereignisreicher Kultururlaub in der Schweiz ist das ganze Jahr möglich, da die Temperaturen in der Schweiz eben auch in den Schweizer Städten im Sommer nicht unerträglich heiß werden und sich meistens ein See, Badeteiche oder Schwimmbad in der Nähe befindet. Zum Skifahren, Snowboarden, Langlaufen und Schlittenfahren sorgt natürlich das Wetter in der Schweiz im Winter für die beste Reisezeit in der Schweiz. Es gibt jedoch auch Ganzjahres-Skigebiete in der Schweiz für jene Wintersportfans, die es nicht bis in den nächsten Winter aushalten. Dazu gehören das 365 Tage im Jahr geöffnete Zermatt-Matterhorn Glacier Paradise in 3.800 Metern Höhe und das Skigebiet Saas-Fee mit einem riesigen Freestyle-Park in 3.600 Metern Höhe.

Live-Webcams in der Schweiz

Um dich über das aktuelle Wetter in der Schweiz zu informieren, sind die Live-Webcams der Wetterstationen eine große Hilfe, die in allen Teilen des Landes installiert sind. Insgesamt gibt es mehr als 3.600 Live-Webcams in der Schweiz, wovon allerdings nur etwa 1.800 das ganze Jahr aktiv sind. Ob in Schweizer Städten wie Zürich, Luzern, Bern und Basel, an Schweizer Seen wie Genfersee, Brienzersee und Vierwaldstättersee, oder bei beliebten Ausflugszielen wie im Zürich Zoo, im Phantasieland Brühl oder im Natur- und Erlebnispark Schwägalp-Säntis – fast jeder Standort kann durch eine oder sogar mehrere Live-Webcams in der Schweiz direkt besucht werden. Du möchtest wissen, ob am Jungfraujoch klare Sicht herrscht? Oder planst du einen Ausflug auf die Bettmeralp und weißt nicht, ob du deine Regenausrüstung brauchst? Scheint bei Grindewald gerade die Sonne? Kontaktiere einfach online die Live-Webcam deines bevorzugten Ausflugsziels, die du über verschiedene Links, wie zum Beispiel https://www.swisswebcams.ch/ und https://wetteralarm.ch/webcam/schweiz/ abrufen kannst und informiere dich über das aktuelle Schweizer Wetter.