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Skifahren

Skifahren ist ein Volkssport in der Schweiz. Fast jeder Dritte Schweizer fährt Ski. Gemäss Bundesamt für Sport gehört Skifharen zu der beliebtesten Ferienakvititäten der Schweizer.

Bei den Skiregionen gibt es eine Vielzahl von Möglicheiten. Auch im internationalen Vergleich muss sich die Schweizer nicht verstecken. Eine kürzlich erstellte Umfrage von fast 40’000 Skifahren schafft es auch für 2020/2021 diverse Skigebiete in die Top Ten.

Die Programme Swiss Snow League (SSLE) und Swiss Snow Academy (SSAC) wurden von der Swiss Ski School ins Leben gerufen, um Ski- und Snowboard Anfänger nach einem festgelegten Schritt-für-Schritt-Programm beim Einstieg in den Schneesport zu unterstützen. In vielen Schweizer Skischulen wird dieses praktische System, das spielerisch den Spass am Skifahren und Snowboarden wecken und vertiefen soll, bereits angewendet.

Skischule Grindelwald
Da das Programm in mehrere Levels unterteilt ist, können auch Wiedereinsteiger, Fortgeschrittene und Profis beim gewünschten Level in die Swiss Snow League einsteigen, um neue Fertigkeiten, Tricks und Verhaltensregeln auf der Piste zu lernen bzw. aufzufrischen. Die Levels der Swiss Snow League sind wiederum in Unterlevels eingeteilt, die alle erreicht werden müssen, um das jeweilige Level abschließen zu können.

Haben Kinder bereits von den Eltern oder in einer Skischule ohne Swiss Snow League Programm das Skifahren sowie Snowboarden erlernt und möchten nun in das Programm mit einsteigen oder handelt es sich um Wiedereinsteiger in den Wintersport, ist es empfehlenswert, gleich das Advanced-Level zu wählen.

Für Ski- und Snowboard-Profis ist hingegen vor allem die weiterführende Swiss Snow Academy interessant, denn da geht es in Begleitung von einem erfahrenen Coach in unpräpariertes Gelände, man lernt Freestyle- und Freeride-Tricks, feilt an den persönlichen Techniken und übt Wettkampfsituationen.

Die Fortschritte jedes Einzelnen Teilnehmers werden in einem Snow League Booklet eingetragen. Als Ansporn und Belohnung für den erfolgreichen Abschluss der Swiss Snow League winkt nach jedem absolvierten Level eine Medaille! Ist die Swiss Snow League erfolgreich abgeschlossen, bist du reif für die Swiss Snow Academy. In welcher Skischule das Programm Swiss Snow League angewendet wird, erkennst du am roten Symbol mit dem weißen L.

Die Levels der Swiss Snow League für Skifahrer

Wenn möglich, sollte dein Sprössling die Swiss Snow League von Grund auf starten, allerdings sind natürlich manche schon über das Level Swiss Snow Kids Village hinaus und können in einem höheren Level einsteigen. Wie jedoch findest du das passende Level für dich und deine Kinder? Hier folgt die Beschreibung der einzelnen, in die Farben Grün, Blau, Rot und Schwarz eingeteilten Levels, damit du deine Fahrkenntnisse und die deiner Kinder besser einordnen kannst.

Level 1: Swiss Snow Kids Village Ski

für Kinder ab dem 3. Lebensjahr geeignet

Im ersten Level der Swiss Snow League werden die Kinder mit dem Schnee und der Skiausrüstung vertraut gemacht. Erste Versuche im Gehen mit Skiern werden unternommen, zuerst mit einem Ski, dann mit beiden, und das Aufsteigen auf den Hang wird geübt. Weiters wird das parallele Fallinienfahren und Bremsen erlernt. Zum Schluss folgt noch die Richtungsänderung aus der Fallinie. Den Kindern steht durchgehend ein professionelle Skilehrer zur Seite, der die Kleinen schon mal an die Hand nimmt, wenn sie sich unsicher fühlen. Auch das Swiss Snow League Maskottchen Snowli ist immer mit von der Partie. Als Auszeichnung für den erfolgreichen Abschluss von Level 1 erhalten die angehenden Beginner eine Medaille.

Level 2: Beginner – Blue League Ski

für Kinder ab dem 4. oder 5. Lebensjahr und für erwachsene Einsteiger geeignet

Hat dein Kind das Level Swiss Snow Kids Village erfolgreich abgeschlossen, folgt das Level Beginner, das in drei Unterlevels unterteilt ist. Im Unterlevel Blue Prince/Blue Princess geht es um die Details der Skiausrüstung: Wie ist ein Ski aufgebaut? Wie findet man die passende Größe von Skiern und Skistöcken? Wie reinigt man die Bindung richtig vor der Nutzung? Nach der Theorie geht es auf die Piste, wo das Aufsteigen mit Scherschritt und Treppen geübt wird, außerdem das Pflugfahren und Bremsen. Vom Schneepflug wird schließlich in das Parallelfahren mit Umsteigen gewechselt. Im Laufe dieses Levels wird dein Kind immer lockerer auf den Skiern und kann die ersten Tricks erlernen.

Auf das Level Blue Prince/Blue Princess folgt das Unterlevel Blue King/Blue Queen, das mit der sicheren Benützung von Skiliften, wie Schlepplift, Sessellift und Gondel, startet, je nachdem, welche Arten von Liften es im gewählten Skigebiet gibt. Bei der Abfahrt werden dann gleich das Schrägfahren und einige neue Tricks geübt. Auch seitliches Rutschen, Parallelfahren und die ersten einfachen Sprünge über sanfte Wellen werden im Level Blue King/Blue Queen erlernt. Dann sind die angehenden Kings und Queens bereit für die blaue Piste, also die einfachste unter den Pisten in einem Skigebiet (mittelschwere Pisten sind mit Rot markiert und schwere Pisten mit Schwarz).

Das abschließende Unterlevel, bevor dein Sprössling mit der Medaille für das Level Beginner ausgezeichnet wird, ist der Blue Star. Hier lernen die Kinder zuerst die wichtigen Verhaltensregeln (FIS-Regeln) kennen, die beim Skifahren auf der Piste einzuhalten sind, um Unfälle und Zusammenstöße mit anderen Skifahrern zu vermeiden. Wie sich ein Slalom-Läufer fühlt, können die Kids beim Schwingen im Mini-Stangenwald üben. Beim Parcours-Fahren sowie beim Mulden- und Wellenfahren wird es so richtig abenteuerlich für die Kleinen. Auch das Switch-Fahren in V-Stellung und die kontrollierten Richtungsänderungen sind eine neue Herausforderung. Wenn alle erlernten Fertigkeiten schließlich sitzen, geht es auf die blaue Piste, wo das Pflugschwingen weiter vertieft wird.

Level 3: Advanced – Red League Ski

für alle Altersgruppen geeignet

Hat ein Kind bereits in Begleitung der Eltern oder bei einer Skischule ohne Swiss Snow League Programm Skifahren gelernt, kann es trotzdem jederzeit in das Swiss Snow League Programm einsteigen. Die meisten Kinder, Jugendlichen und Wiedereinsteiger beginnen mit dem Level 3: Advanced, das mit dem Unterlevel Red Prince/Red Princess startet.

Quereinsteiger in das Programm sollten jedoch bereits mit den FIS-Pistenregeln vertraut sein, das Pflugschwingen und Paralellschwingen beherrschen, die ein Bestandteil des Beginner-Levels sind. Auch Fortgeschrittene, die immer wieder Skifahren und in das Programm einsteigen möchten, sollten mit dem Advanced-Level und nicht mit dem Experten-Level starten, da hier besondere Techniken richtig eingelernt bzw. vertieft werden können.

Wichtig für den Start eines unbeschwerten Tages auf der Piste sind die Aufwärmübungen (warm-up), die den neuen Advanced-Schülern gleich zu Beginn spielerisch beigebracht werden. Wie man parallel bremst, wenn man zum Beispiel zu einem Skilift fährt, wie man in der Kurve den Bogen tritt und nicht gleitet, und sogar, wie man mit dem Skiern einen Walzer tanzt, also beim Abfahren auf der Piste im lockeren Kreis fährt, sind Teil des Lernprogramms im Unterlevel Red Prince/Red Princess.

Zu Beginn des Unterlevels Red King/Red Queen geht es um richtiges Verhalten im Snowpark und auf der Piste. Vertieft werden außerdem das Kurzschwingen auf der blauen Piste und der Schlittschuhschritt auf ebenen Flächen, durch den man mit der Hilfe der Stöcke schneller vorankommt. Ein Highlight für alle Advanced-Schüler ist das Springen über künstliche Hügel, bei dem die Basic Air Kenntnisse vermittelt werden. Zusätzlich wird das bereits mehrmals geübte Parallelschwingen vertieft und auf der blauen Piste in unterschiedlichen Radien ausgeführt.

Das Unterlevel Red Star ist die Krönung und gleichzeitig der Abschluss des Advanced-Programms. Spannend sind die anfänglichen Informationen über die Landschaft, die Natur und den Wald, die den Advanced-Schülern den respektvollen Umgang mit der Umwelt lehren sollen. Haben die Beginner das parallele Kurzschwingen noch im Mini-Stangenwald geübt, ist es im Advanced-Level bereits ein herausfordernder Stangenparcour. Weitere neue Fertigkeiten sind der gerutschte Parallelschwung und das Schwingen mit einem Bein. Alle Übungen werden auf der blauen Piste durchgeführt. Wenn die neuen Techniken sitzen, geht es zum Schluss auf die mittelschwere, rot markierte Piste. Wieder wartete nach erfolgreichem Abschluss des Advanced-Levels eine Medaille.

Level 4: Expert – Black League Ski

für absolute Ski-Profis geeignet

Wenn du schon seit vielen Jahren mit Ski oder mit dem Snowboard blaue und rote Pisten befährst und in das Swiss Snow League Programm einsteigen möchtest, solltest du trotzdem mit dem Advanced-Level starten, da du so die Chance hast, einige neue Tricks zu erlernen und besondere Techniken zu vertiefen.

Im Level Expert, das nur aus dem Unterlevel Black Prince/Black Princess besteht, geht es dann ins Detail, wenn du die richtige Material- und Equipmentpräparation lernst, zum Kurzschwingen mit Stockeinsatz die schwierige Piste (schwarze Piste) befährst und das Springen über eine Box im Straight- und Fifty-Fifty-Stil übst.

Ein besonderes Highlight ist das Skifahren in unpräpariertem Gelände. Die letzte Technik betrifft die geschnittenen Parallelschwünge (Carven) auf der blauen Piste. Die goldene Medaille bekommen Experten aber erst nach Abschluss der folgenden Swiss Snow Academy.

Die Levels der Swiss Snow League für Snowboarder

Level 1: Swiss Snow Kids Village

für Kinder ab dem 3. Lebensjahr geeignet

Die Kinder werden mit ihrer Snowboard-Ausrüstung und mit den ersten Fahrversuchen auf verschneitem Untergrund vertraut gemacht. In Level 1 wird den Sprösslingen zuerst das einbeinige Fahren (One-Foot) in der Ebene erlernt, das sowohl Gleichgewicht als auch das Gefühl für das Snowboard trainieren soll. Danach folgt das beidfüßige Fahren (Fullbase) auf einem sanften Abhang. Weitere Techniken sind das gerutschte Fahren in der Falllinie und das abwechselnde Fullbase- und Gerutscht-Fahren, das ebenfalls auf einem sanften Hügel geübt wird. Während der gesamten Trainingszeit werden die Snowboard-Neulinge von einem professionellen Snowboard-Lehrer und vom Maskottchen der Swiss Snow League, dem hasenähnlichen Snowie, betreut. Nach Abschluss des ersten Levels erhalten die Kids eine Medaille als Auszeichnung.

Level 2: Beginner – Blue League Snowboard

für Kinder ab dem 5. oder 6. Lebensjahr und für erwachsene Einsteiger geeignet

Wichtig für jeden Wintersportler sind die Pisten-Regeln (FIS-Regeln), die über das richtige Verhalten auf und abseits der Piste informieren, um Unfällen und Zusammenstößen mit anderen Pistenkollegen vorzubeugen. Nach dem theoretischen Teil geht es im Unterlevel Blue Prince/Blue Princess auf das Übungsgelände und du lernst das Gerutscht-Fahren in der Traverse, wobei du das Kontrollieren der Kanten übst. Anschließend folgt das Vertiefen des abwechselnden Fullbase-Fahrens und Gerutscht-Fahrens. Essentiell ist natürlich auch der richtige Umgang mit den Liftanlagen, deshalb wird das sichere Zusteigen, Mitfahren und Aussteigen bei einem Übungslift erlernt. Bevor du das nächste Unterlevel beginnst, sind noch die gerutschten Schwünge an der Reihe.

Das Unterlevel Blue King/Blue Queen beginnt mit den Aufwärmeinheiten, die jeder Snowboarder durchführen sollte, bevor es auf die Piste geht. Drehschwünge, lockere Walzer-Drehungen und einen der wichtigsten Basic-Bewegungen beim Snowboarden: Den Wheelie, der als Vorbereitung für spektakuläre Tricks dient. Aufregend wird es beim beidbeinigen Sprung auf der Piste, der schon etwas Mut abverlangt.

Wenn du das Unterlevel Blue Star durchläufst, wirst du gleich zu Beginn über das richtige Verhalten im Snowpark informiert. Dann folgt die Praxis mit Switch-Sprüngen, Fifty-Fifty-Sprüngen über eine Box und der Speedcheck. Blue Star-Teilnehmer sind meistens schon so fit auf dem Snowboard, dass sie zum Abschluss noch Sprünge über kleinere Hindernisse ausführen können. Ist das Blue Star-Programm schließlich geschafft, darfst du dich über eine blaue Medaille freuen.

Level 3: Advanced – Red League Snowboard

für alle Altersgruppen geeignet

Im Level 3 lernen die Sprösslinge das sicheres und dynamisches Fahren in einem Snowpark und auf der Piste. Wie bei Level 2 müssen auch bei Level 3 drei Unterlevel absolviert werden, um die Red League erfolgreich abschließen zu können. Den Beginn im Unterlevel Red Prince/Red Princess macht eine theoretische Einheit in Form eines kleinen Freestyle-Lexikons. Es folgt das Erlernen von einfachen Streck- und Beugeschwüngen bis hin zum Powerslide und den 180º-Drehungen auf der blauen Piste.

Wie beim Red King/Red Queen Unterlevel der Skifahrer sind auch beim Red King/Red Queen Unterlevel der Snowboarder die Informationen über Landschaft, Wald und Natur ein wichtiger Bestandteil des Ausbildungsprogramms. Auf der Piste werden dann gecarvte Schwünge erlernt und der lockere Slide geübt. Eine Herausforderung der besonderen Art ist für die Advanced-Snowboarder der 180º-Ollie, bei dem sich der Körper in Fahrtrichtung dreht. Auch mit ersten Sprüngen über sanfte Wellen wird im Red King/Red Queen-Level begonnen.

Das Unterlevel Red Star beinhaltet detaillierte Informationen über die Swiss Snow Academy, denn anders als bei der Swiss Snow League für Skifahrer, gibt es bei der Swiss Snow Legaue für Snowboarder kein Experten-Level. Beim Snowboarden werden die Experten gleich in die Swiss Snow Academy für Snowboarder geholt. Dafür geht es beim Red Star-Unterlevel für die Snowboarder so richtig zur Sache und es werden auf der blauen Piste typische Snowboard-Tricks, wie Fronside Turns und Boardslides erlernt. Auch Straight-Air-Basics gehören zum Programm des Red Star-Unterlevels. Hast du alle Punkte dieses Advanced-Levels erfolgreich absolviert, darfst du dich über eine rote Medaille freuen und kannst dich unverzüglich für die Swiss Snow Academy anmelden.

Swiss Snow Academy

Den Feinschliff holen sich die erfolgreichen Absolventen der Swiss Snow League im Profi-Programm der Swiss Snow Academy. Auch in der SSAC gibt es eine Sparte für Skifahrer und eine Sparte für Snowboarder. Unter der Anleitung von Experten werden persönliche Stärken gefördert, Schwächen bearbeitet und, vor allem bei den Snowboardern, wird der individuelle Style gefördert. Es wird sowohl auf als auch abseits der Piste und in Snowparks gefahren. Eine Besonderheit im Swiss Snow Academy-Programm für Skifahrer und Snowboarder ist das Training für Wettkampfsituationen. Im ersten Abschnitt werden in einem vorgegebenen Parcours Race-Techniken erlernt, dann folgen Freestyle-Tricks im Snowpark und schließlich Freeride-Abfahrten im unpräparierten Gelände. Dazu gehört auch das Erlernen des richtigen Verhaltens in Not- und Gefahrensituationen, wie bei Lawinenabgängen oder wenn Gewitter aufziehen. Nach erfolgreichem Abschluss dieses herausfordernden Programms hast du dir die Goldmedaille verdient!

Jeder Teilnehmer der Swiss Snow Academy kann sich eine Swiss Snow Academy Card holen und damit von attraktiven Angeboten der Swiss Ski School und der teilnehmenden Partner profitieren. Beispielsweise sparst du dir mit der Swiss Snow Academy Card 20% auf Skikarten in einigen Schweizer Skigebieten und darfst gratis als Zuseher beim spektakulären Ski-Weltcup Lauberhorn dabei sein.